KUNST HEUTE 2026: Preise für innovative Kunstvermittlung
Am Sonntag, 27. September 2026, wird um 11 Uhr im Dezernat5 – Galerie für aktuelle Kunst in Schwerin zum zweiten Mal der KUNST HEUTE Preis für Kunstvermittlung vergeben. Den mit 3.500 Euro dotierten Hauptpreis erhält der Kunstverein art-cube – Raum für zeitgenössische Kunst e. V. in Greifswald. Mit dem Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro wird die Vermittlungsarbeit des Kunsthauses Lübz – Zentrum für Zirkuläre Kunst ausgezeichnet.
Der Kunstverein art-cube bespielt einen offen einsehbaren Kunstkubus in der Greifswalder Innenstadt. Er ging 2017 aus einer Initiative des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald hervor. Vor allem junge Künstlerinnen und Künstler werden eingeladen, Arbeiten eigens für diesen besonderen Ausstellungsort zu entwickeln. Der Wechsel zwischen Kunstschaffenden aus der Region und von außerhalb fördert den Austausch unterschiedlicher Kunstszenen. Performances, Künstlergespräche sowie Projekte mit Schülerinnen und Schülern und Menschen aus der Nachbarschaft tragen die zeitgenössische Kunst über den Ausstellungsraum hinaus in den Stadtraum.
Das Kunsthaus Lübz – Zentrum für Zirkuläre Kunst entwickelt sich seit 2023 in einem ehemaligen Kaufhaus in der Lübzer Innenstadt. Ein ehrenamtliches Team regionaler Künstlerinnen und Künstler gestaltet dort wechselnde Ausstellungen, Werkstätten und Veranstaltungen. Das Haus versteht sich als offener Ort, an dem professionelle Kunstschaffende ebenso wie Menschen ohne künstlerische Ausbildung eigene Ideen einbringen können. Die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen, internationale Begegnungen und unterschiedliche Veranstaltungsformen verbinden Kunstvermittlung mit kultureller Teilhabe und beleben zugleich einen lange ungenutzten Ort im ländlichen Raum.
Der KUNST HEUTE Preis für Kunstvermittlung wird vom Verband der Kunstvereine, Galerien und Kunstmuseen in Mecklenburg-Vorpommern e. V. gemeinsam mit der kulturforum PampinerHof gGmbH ausgeschrieben und alle zwei Jahre vergeben. Ausgezeichnet werden Kunstorte und Einzelpersonen, die zeitgenössische Kunst mit ungewöhnlichen und neuartigen Formaten einem breiten Publikum vermitteln.
Der diesjährigen Fachjury gehörten Wolfgang Vogt vom kulturforum Pampin, Christin Sobeck von den Barlach Museen Güstrow und Anna Rose aus dem Vorstand des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Mecklenburg-Vorpommern an.
Die beiden ausgezeichneten Kunstorte zeigen auf unterschiedliche Weise, wie Kunst Menschen erreichen und in ihr unmittelbares Lebensumfeld hineinwirken kann: in einem gläsernen Kunstkubus der Greifswalder Innenstadt ebenso wie in einem wiederbelebten ehemaligen Kaufhaus in Lübz.